3. Notfall auf dem Bauernhof

Am 23.06.2016 erreichte unseren Verein ein Notruf von einem Bauern aus St. Peter, bei dem wir vor 3 Jahren etliche wilde Katzen einfingen um sie kastrieren zu lassen. Dieser berichtete von einem Hof abseits der Straßen, auf dem es wimmeln würde von mageren, verflohten und hungrigen  Katzen (ca. 20). Der Bauer dort sei überfordert mit seinen Katzen und bittet um Hilfe.

 

Nach kurzen Überlegungen beschlossen wir so bald wie möglich dort hin zu fahren. Eine Woche später waren wir vor Ort, zum Glück. Der Bauer war freundlich, was leider nicht  oft der Fall ist. Er war sofort damit einverstanden alle Katzen einzufangen, zu kastrieren, zu entflohen und tätowieren zu lassen. Finanziell konnte er die Aktion nicht unterstützen. Es versprach sehr aufwendig zu werden, da alle Katzen Wildlinge waren und nur mit einer Lebendfalle eingefangen werden konnten.

Vom 20.06.2016 bis 15.09.2016 waren wir zu zweit 1 - 2 mal pro Woche in St. Peter, bis die letzte Katze versorgt war. Zwei Katzen waren schon wieder trächtig, dadurch zog sich alles entsprechend in die Länge. Anfangs vertilgten die armen, ausgehungerten Katzen Unmengen von Futter bis die Bäuche mal so richtig gefüllt waren. Bei jedem Kommen wurden wir schon sehnlichst erwartet, die Katzen streckten ihre Köpfchen ungeduldig unter dem Scheunentor durch, sie wussten, jetzt gibt es was ganz Leckeres zu fressen.  Nachdem die Katzen mit allem versorgt waren konnte man beobachten, wie sie zunehmend gesünder aussahen und schöner wurden. Insgesamt waren es 25 Katzen, davon 6 kleine Kätzchen, die nach stationärem Aufenthalt und medizinischer Versorgung vermittelt werden konnten. Zwei sehr kranke erwachsene Katzen mussten leider eingeschläfert werden.
Alle Höfe auf denen wir schon tätig waren, besuchen wir in Abständen um nach dem Rechten zu sehen, so auch diesen Hof. Die Katzen werden jetzt regelmäßig mit Futter versorgt, auch mit Hilfe des Vereins der Straßenkatzen. Der Bauer ist sehr dankbar für unseren Einsatz und froh, dass kein Nachwuchs mehr zu erwarten ist.

 

Nur Dank unseren treuen Spender/innen können wir solche Aktionen finanzieren und bewältigen.

Danke für Eure Mithilfe!

M.S.

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Kommentare: 1
  • #1

    Maximiliane (Freitag, 03 Februar 2017 11:53)

    Schön, daß der Bauer einsichtig war und den Tieren geholfen werden konnte. Ein dickes Lob an die engagierten Einfängrinnen !!!