9. Obsthof Sexau

Im Oktober 2017 war der Verein der Straßenkatzen auf einem großen Obsthof im Bereich Sexau im Einsatz:

Uns wurden dort etliche erwachsene Katzen und ca. 10 Katzenbabys gemeldet, alles wildlebende Tiere. Wenige Tage später traf unsere Mitarbeiterin vor Ort viele Erntehelfer an, welche den ganzen Sommer über ihre Freude an den Vierbeinern hatten und sie regelmäßig gut mit Speiseresten versorgten. Aus diesem Grund waren alle Tiere in einem guten Ernährungszustand, gesund und munter.

Der Verein meldete sich als nächstes an die Besitzer des Hofes. Diese waren davon ausgegangen, dass der Verein alle Katzen einfangen, mitnehmen und nicht mehr zurückbringen würden. Die Katzen gehörten nicht zu dem Anwesen sondern waren alle zugelaufen und hatten sich unkontrolliert vermehrt. Leider ist das ein schwieriges Vorhaben, denn kein Tierheim nimmt wilde Katzen auf, welche nicht mehr zu zähmen und deswegen auch nicht vermittelt werden können.

Nach längerer Verhandlung fanden wir einen Kompromiss. Alle 7 erwachsenen Katzen würden auf Kosten des Vereins kastriert, tätowiert, entfloht und entwurmt, aber wieder an ihren angestammten Platz zurückgebracht werden. Zudem würden die Tiere in Zukunft in der Zeit, in der die Erntehelfer nicht da sind, täglich mit Futter versorgt werden.

Nachdem alles soweit geklärt war, konnten die Einfangaktionen starten. Diese zogen sich über 2 Wochen hin. Fazit: 6 weibliche Katzen und ein Kater wurden eingefangen. Man kann sich ungefähr ausrechnen wie hoch die Anzahl ein Jahr später gewesen wäre hätte man nicht eingegriffen.11 kleine Kätzchen, ca. 9 Wochen alt (in diesem Alter können sie noch gezähmt werden), eines schöner als das andere, in allen Farben, von kurz- bis langhaarig, kamen ins Tierheim Emmendingen und konnten relativ schnell vermittelt werden.

Ein kleines rotes Katzenkind, das Zwölfte, hatte sich unter Holzstapeln versteckt. Es dauerte 2 Wochen bis es endlich eingefangen und zu unserer Tierärztin gebracht werden konnte, die es liebevoll versorgte und zähmte. Inzwischen ist das kleine Kerlchen, er wurde auf den Namen Merlin getauft, natürlich längst in eine nette Familie als Zweitkatze vermittelt.

 

Bei den regelmäßigen Besuchen auf dem Obsthof stellen wir fest, dass es den Katzen gut geht und sie einwandfrei versorgt sind.

 

M. S.

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8. Mütterle, Simba, Kessy, Kira und die Babys

Ende November 2017 erreichte uns ein Hinweis, dass  im  Gewerbegebiet einer Kaiserstuhlgemeinde leises Miauen von vermutlich noch sehr kleinen Katzenbabys zu hören ist. Es wurde auch bereits eine schwarzweiße Katze gesichtet, welche eventuell die Mutter der Kleinen sein könnte.

 

 

Eine Ehrenamtliche unseres Vereins nahm sogleich Kontakt zu der Frau auf, die diese Beobachtungen gemeldet hatte und legte sich abends auf die Lauer, in der Hoffnung, die Mutter und vielleicht sogar ihre Jungen zu entdecken. Selbst eine Nachtbildkamera wurde vorübergehend installiert, um zu sehen, was sich an dem Schuttabladeplatz denn so alles tummelte.

 

Sehr schnell konnte die schwarzweiße Katze dabei beobachtet werden, wie sie Mäuse zu einer bestimmten Stelle brachte. Dort mussten die Jungen sein. Gesehen hat man sie aber nicht. Es wurde ein Futterhäuschen aufgestellt, um die Mutter an- und gut durchzufüttern.

Mittlerweile wurde der Futterplatz täglich von mehreren ehrenamtlichen Personen betreut.

Und plötzlich tauchten dort drei  weitere Katzen auf. Das eine war ein wunderschöner roter Halblanghaarkater, außerdem zwei Tigerkatzen mit ebenfalls etwas längerem Haar.

Innerhalb weniger Tage wurden die drei Katzen eingefangen und zur Kastration weggebracht. Sie wurden am nächsten Tag wieder am Futterplatz freigelassen. Es stellte sich heraus, dass die beiden Tigerkatzen weiblich waren, noch sehr jung, so ca. 7 Monate alt und wohl der Nachwuchs des schönen roten Katers.

Die schwarzweiße Katze kam täglich zum Futterplatz um zu fressen.

Ende Dezember tauchten dann plötzlich drei Katzenbabys auf, putzmunter und wunderschön. Zwei der Kätzchen hatten wuscheliges halblanges Fell. Daran erkannten wir, dass der rote Kater auch hier der Papa sein musste.

 

 

Wir hatten also eine Familie entdeckt, mit Nachwuchs vom Frühjahr und Nachwuchs vom Herbst. Insgesamt waren es 7 Katzen.

Anfang Januar, als die Kleinen schätzungsweise 8 Wochen alt waren, wurden sie und ihre Mama mit viel Geduld von der Mitarbeiterin des Vereins eingefangen. Eine Tierärztin versorgte die Katzenkinder noch einige Zeit liebevoll und bereitete sie auf eine Vermittlung vor. Alle drei haben einen schönen Platz gefunden.

Die Mutter wurde kastriert und durfte wieder zu ihrer Familie beim Futterplatz. Dort werden sie, der Kater und ihre schon etwas größeren Kinder weiterhin täglich von Ehrenamtlichen versorgt.

 

 Ein rundum gelungenes Projekt.

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7. Obsthof Tuniberg

Ende September 2017 meldete sich bei unserem Verein ein Obst- und Winzerhof vom Tuniberg. Dieser war nicht mehr Herr der Lage mit seinen Katzen, welche alle verwildert waren und sich unkontrolliert vermehrten.

Anfangs war von 8 Katzen die Rede, aber schon beim ersten Besuch stellte sich heraus, dass es sich mit Sicherheit um wesentlich mehr Katzen handelt. Die Fangaktionen dort waren sehr zeitaufwändig, beim ersten Mal konnte unsere Mitarbeiterin 6 Katzen einfangen. Davon erschien eine sehr krank. Nachdem alle Transportboxen belegt waren brachte man die Tiere zu unserer Tierärztin, wo sie am nächsten Tag kastriert, tätowiert, entfloht und entwurmt wurden. Die kranke Katze musste zuerst stationär untergebracht und 1 1/2 Wochen behandelt werden bis sie wieder gesund war.

 

Der ersten Fangaktion folgten noch mehrere, insgesamt wurden auf diesem Hof 15 Katzen, davon 10 weibliche und 5 männliche eingefangen und kastriert. Die Winzerin, übrigens sehr nett, hatte auch mitgeholfen wo es möglich war. Sie erzählte von einem kleinen Kätzchen, welches sie flüchtig immer mal wieder sah. Offensichtlich versteckte es sich in der riesigen Scheune, denn trotz mehrmaliger Besuche konnte man es nicht finden. Endlich nach 3 Wochen hat der kleine, schwarze, verklebte Langhaarwollknäuel sein Versteck durch Niesanfälle verraten und konnte zum Glück mit der Katzenfalle einfangen werden. Da ist wirklich ein Stein vom Herz gefallen. Es war allerhöchste Zeit, dass der Kleine zur Tierärztin kam, die ihn liebevoll pflegte, zähmte und auf den Namen Wuschel taufte. Ziemlich schnell kam von einem anderen Hof noch ein kleines rotes Katerle dazu und die beiden konnten zusammen kuscheln und spielen.

 

So ging das einige Wochen, in der Zwischenzeit haben sie jeweils ein wunderschönes Zuhause

bei netten Familien gefunden.

 

M. S.

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6. Klein-Mohrle findet ein Zuhaus

Ende Oktober 2017 meldete sich eine junge Frau aus Staufen beim Verein der Sraßenkatzen. Ihr ist beim täglichen Gassigehen mit ihrem Hund in einem verwilderten Garten, mitten in den Feldern außerhalb der Ortschaft, ein kleines - ca 8 Wochen altes - schwarzes, scheues Kätzchen aufgefallen. Das Katzenbaby hielt sich immer an der gleichen Stelle auf, von der Katzenmutter keine Spur. Die besorgte Tierfreundin brachte Futter und Katzenmilch, was von dem sehr ängstlichen Kätzchen erst zaghaft, dann jedoch sehr gern angenommen wurde. Die junge Frau wurde an unsere fleißige ehrenamtliche Helferin verwiesen, diese hörte gleich, dass die Sache dringend war. Sie vereinbarte schnellstmöglich  einen Termin. Dort angekommen erfuhr sie, dass eine junge Familie, welcher der Winzling auch aufgefallen war, sich Hals über Kopf in den Kleinen verliebt hatten. Er wurde dort schon auf den Namen Mohrle getauft, man musste ihn nur noch einfangen. Glücklicherweise ließ sich der Kleine schnell einfangen. Die neuen Katzenbesitzer waren zufällig Nachbarn der jungen Frau, besser konnte es gar nicht  kommen. Einziges Problem war, die Familie hatte am nächsten Tag schon eine einwöchige Reise geplant. Unsere Mitarbeiterin erklärte sich bereit für diese Zeit Mohrle aufzunehmen. Sie brachte den Kleinen zum Tierarzt, wo er entfloht, entwurmt und gleich gechipt wurde, Alles bestens. Inzwischen ist Mohrle längst in seinem neuen Heim, die Famillie ist sehr glücklich und Hund Luna aus Spanien freut sich auch über die Abwechslung. Alles war perfekt vorbereitet für den Neuzugang, großer Kratzbaum, Spielsachen und vieles mehr. Wir bekommen regelmäßig Berichte und Bilder, worüber wir uns sehr freuen. Aktuell hat man in dem verwilderten Garten die Katzenmutter entdeckt, sie wird von Tierschützern vor Ort täglich versorgt und demnächst zur Kastration eingefangen.
So hat alles ein glückliches Ende gefunden.

 

M. S.

5. Eine Katzengeschichte zum freuen

Seit 16. Dezember 2016 war Kisi unterwegs. Nach einem Arztbesuch in Freiburg hat sich die Tür der Transportbox auf dem Weg von der Praxis zum Auto geöffnet, Kisi sprang raus und war weg. Das war ein ziemlich großer Schock! Da seine Familie in Schopfheim wohnt, gestaltete sich die Suche nach Kisi als sehr schwierig. Viele Fahrten nach Freiburg fanden statt um ihn zu suchen. 400 Suchplakate wurden überall aufgehängt, ca. 25 mal hatte man den Kater gesehen. Nach jedem Anruf fuhr die Familie nach Freiburg, aber immer wieder mussten sie feststellen, dass es sich doch nicht um ihren Kisi handeltet. Die Familie kontaktierte den Verein, der bei der Suche mithalf, alle Futterstellen in der Nähe wurden beobachtet.

 

Dann am 14. Februar 2017, nach dem die Hoffnung auf ein Wiedersehen immer kleiner wurde, kam wieder eine Meldung. Wieder fuhr die Familie hin, diesmal konnte es ja Kisi sein! Und tatsächlich am telefonisch angegebenen Ort, wurde er gefunden, der lang vermisste Kater, durch die Strapazen abgemagert und hungrig. Zwei lange Monate hat es gedauert, aber dann konnte die Familie ihren Kisi wieder glückselig in die Arme schließen. Viele Tränen flossen nach diesem Happy End! Aber auch Kisi scheint erleichtert, wieder in gewohnter Umgebung, bei der Familie zu sein:
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